In der Garage bis 100 Quadratmeter darfst du 20 Liter Benzin oder 200 Liter Diesel lagern, im Keller insgesamt 20 Liter Kraftstoff und in der Wohnung höchstens einen Liter. So fassen es ERGO, Auto Motor und Sport sowie die R+V-Versicherung zusammen. Flüssiggasflaschen gehören nie unter Erdgleiche, und ein Notstromaggregat darf im Wohngebiet nach der 32. BImSchV an Sonn- und Feiertagen sowie werktags von 20 bis 7 Uhr grundsätzlich nicht laufen, außer es geht um die Abwehr einer Gefahr.

Wie viel Benzin und Diesel darfst du zu Hause lagern?
Für die Garage nennen ERGO (Stand 19. Februar 2025), Auto Motor und Sport und die R+V übereinstimmend 20 Liter Benzin oder 200 Liter Diesel bei einer Grundfläche bis 100 Quadratmeter. Der Unterschied erklärt sich laut R+V damit, dass Diesel deutlich schwerer entflammbar ist als Benzin. Der ADAC nennt dieselben Zahlen, weist aber darauf hin, dass die Vorschriften je nach Bundesland abweichen. In vielen Ländern, etwa in Bayern und Baden-Württemberg, gelten 200 Liter Diesel und 20 Liter Benzin in dicht verschlossenen, bruchsicheren Behältern. Eine Verordnung im Wortlaut nennt keine der gelesenen Quellen. Bei größeren Mengen fragst du deshalb besser die Bauaufsicht oder die Feuerwehr deines Landkreises.
Im Keller liegt die Grenze nach ERGO bei 20 Litern Kraftstoff, und zwar für den gesamten Kellerbereich, nicht je Abteil. Auto Motor und Sport ergänzt, dass bei einer Trennung nur durch offene Gitter- oder Holztüren ebenfalls 20 Liter für den ganzen Keller zählen. In der Wohnung sind laut ERGO höchstens ein Liter erlaubt, auf dem Dachboden, im Treppenhaus und in Fluren gar nichts. In der Tiefgarage duldet ERGO nur unerhebliche Mengen, ein voller Reservekanister ist dort nicht zulässig. Wenn du mehr Reichweite für den Ernstfall brauchst, bleibt der volle Fahrzeugtank der unkomplizierteste Speicher, mehr dazu im Beitrag zum Auto im Krisenfall.
Welche Kanister sind zulässig, und wie lange hält der Sprit?
Ein Kraftstoffkanister braucht eine UN- oder RKK-Zulassung, die R+V verweist dabei auf die DIN 7274. Er darf höchstens 60 Liter fassen und muss luftdicht, fest verschließbar und bruchsicher sein, so Auto Motor und Sport. Für die Lagerung nennen die Quellen Metall als die bessere Wahl, der Kunststoffkanister ist dafür leichter zu tragen. Beim Alter widersprechen sich die Angaben: ERGO empfiehlt, Kunststoffkanister spätestens nach zehn Jahren auszutauschen, die R+V schreibt von Behältern, die nicht älter als fünf Jahre sein sollten.
Zur Haltbarkeit des Inhalts nennt nur die R+V Zahlen (Stand April 2022): Benzin hält im Kunststoffkanister zwei bis drei Monate, im luftdichten Metallkanister bis zu zehn Jahre, Diesel in beiden Varianten bis zu sechs Monate. Es handelt sich um die Angabe eines Versicherers, nicht um eine Messreihe. Plane deshalb mit einem Kreislauf: Den ältesten Kanister kippst du in den Fahrzeugtank und füllst nach.
Wie viele Gasflaschen darfst du in Wohnung, Keller und Garage haben?
Das Amt für Brandschutz und Rettungswesen des Main-Taunus-Kreises schreibt in einem Merkblatt (Stand 19. November 2024), dass in einer Wohnung höchstens zwei Kleinflaschen stehen dürfen, in getrennten Räumen und nicht im Schlafzimmer. Flaschen gehören aufrecht an gut belüftete Stellen, nicht unter Erdgleiche, also weder in Keller noch in Schächte, nicht in Treppenhäuser, Flure, Durchgänge oder Rettungswege. Das gilt laut Merkblatt auch für leere Flaschen. Dazu kommen drei Handgriffe: Ventil schließen, Schutzkappe aufsetzen und die Flasche vor Wärme über 40 Grad schützen.
Für die Garage nennt das Hausjournal (zuletzt geändert November 2024) als Bedingung eine ausreichende Belüftung und keine Verbindung zum Keller. Eine Höchstzahl für Garage oder Freien fand ich in keiner der gelesenen Quellen, auch das Merkblatt nennt sie nicht. Hinweise auf Gaskartuschen oder Bußgelder fehlen ebenfalls. Bei vielen Flaschen lohnt der Anruf bei der Feuerwehr, sie kennt die Regeln deines Bundeslandes.
Wie viel Kraftstoff darfst du im Auto transportieren?
Der ADAC (Artikel vom 17. August 2026) nennt 60 Liter je Behälter und 240 Liter je Beförderungseinheit, etwa einen Pkw. Empfohlen werden dagegen höchstens 10 Liter, laut R+V gibt es dafür keine gesetzliche Vorschrift. Wichtiger ist die Sicherung: Nach Auto Motor und Sport dürfen Kanister bei einer Vollbremsung nicht verrutschen oder umfallen, der ADAC rät zu Spanngurten und zu einem Platz möglichst weit weg von den Insassen. Kunststoffkanister können sich bei Hitze aufblähen, schreibt die R+V.
Im Ausland weichen die Grenzen ab, und die Quellen sind sich nicht einig. Für Polen nennt der ADAC 10 Liter, Auto Motor und Sport sowie die R+V 20 Liter. Auf Fähren nach Großbritannien, Irland, Island und Zypern ist die Mitnahme laut ADAC und R+V generell verboten. Für mehr als 20 Liter, die du nach Deutschland einführst, fällt Mineralölsteuer an, darin stimmen ADAC, R+V und Auto Motor und Sport überein.
Darf ein Notstromaggregat im Wohngebiet laufen?
Die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung (32. BImSchV) regelt in § 7 den Betrieb im Freien in reinen, allgemeinen und besonderen Wohngebieten, in Kleinsiedlungs-, Kur- und Klinikgebieten sowie auf dem Gelände von Krankenhäusern und Pflegeanstalten. Geräte aus dem Anhang dürfen dort an Sonn- und Feiertagen ganztägig und werktags von 20 bis 7 Uhr nicht betrieben werden. Im Anhang steht der Begriff Kraftstromerzeuger unter 400 Kilowatt, das Wort Notstromaggregat kommt nicht vor. Ob dein Gerät darunter fällt, lässt sich dem Text daher nicht eindeutig entnehmen.
Eine Ausnahme ohne Genehmigung gilt nach § 7 Abs. 2, wenn der Betrieb zur Abwendung einer Gefahr bei Unwetter oder Schneefall oder einer sonstigen Gefahr für Mensch, Umwelt oder Sachgüter erforderlich ist. Die Behörde musst du auf Verlangen unterrichten. Ob ein großflächiger Stromausfall als solche Gefahr zählt, regelt der Text nicht, das ist eine Auslegungsfrage. Außerdem bleibt Landesrecht ausdrücklich unberührt. Musst du ein Beatmungsgerät, eine Heizung im Winter oder eine Tiefkühltruhe mit Vorräten absichern, spricht das für die Ausnahme. Rechtssicher ist das nicht, halte den Einsatz deshalb schriftlich fest. Ein österreichischer Fachartikel vom April 2024 nennt zudem als Grundregel, Aggregate keinesfalls in Innenräumen zu betreiben. Warum das lebenswichtig ist, steht im Beitrag zur Kohlenmonoxid-Gefahr bei Stromausfall.
Darfst du ein Aggregat selbst ans Hausnetz anschließen?
Die Quellen, die ich dazu lesen konnte, sind dünn und teils kommerziell, die Richtung ist aber einheitlich. Ein Lexikonartikel des Handwerkerportals clean-invoice (30. März 2026) nennt den Netzumschalter Pflicht und die Installation Sache einer Elektrofachkraft. Eine unmittelbare Rückspeisung ins öffentliche Netz sei verboten und für Netzarbeiter lebensgefährlich. Auch ein Elektrohändler (zaehlerschrank24, 2020) und ein österreichischer Fachartikel (April 2024) verlangen einen Umschalter im Verteiler. Ein als KI-erstellt gekennzeichneter Text auf bau.de bezeichnet das Einstecken des Aggregats in eine normale Steckdose als häufigsten Fehler.
Normnummern konnte ich in den gelesenen Quellen nicht belegen, deshalb nenne ich keine. Verbindlich klären das dein Netzbetreiber mit seinen Anschlussbedingungen und ein Elektrofachbetrieb. Die Kosten schwanken stark: clean-invoice nennt für einen manuellen Netzumschalter 200 bis 500 Euro und für den Einbau 300 bis 800 Euro, ohne Quellenangabe und mit abweichenden Zahlen an anderer Stelle des Artikels. Für das einfache Anstecken einzelner Geräte am Aggregat fand ich keine deutsche Rechtsquelle. Den Eingriff ins Hausnetz sparst du dir, wenn du Kühlschrank und Router über die Steckdosen einer Powerstation versorgst, Modelle stehen im Powerstation-Vergleich.
Was sagen Mietvertrag und Hausordnung?
Rechtlich erlaubte Mengen sind nur die Obergrenze. ERGO weist darauf hin, dass die Lagerung von Kraftstoff in der Hausordnung häufig ausdrücklich untersagt ist, und rät, vorher mit dem Vermieter zu sprechen. Auto Motor und Sport empfiehlt, den Mietvertrag zu prüfen, weil Keller, Garagen und Dachboden ausgeschlossen sein können. Eine Meldepflicht für private Mengen erwähnt keine der gelesenen Quellen. Wie du in der Mietwohnung vorsorgst, ohne Streit zu riskieren, steht im Beitrag zum Preppen in der Mietwohnung.

